Achte darauf nicht in die zwei Rollen zu verfallen!
Was willst du sein? Wer bist du?
Was dir positives widerfährt hat unabhängig von der inneren Zuordnung mit deinem realen Ich zu tun!
Führe einmal pro Woche ein Gespräch!
Achte darauf nicht in die zwei Rollen zu verfallen!
Was willst du sein? Wer bist du?
Was dir positives widerfährt hat unabhängig von der inneren Zuordnung mit deinem realen Ich zu tun!
Führe einmal pro Woche ein Gespräch!
Das ich mich so auf Frauen konzentriere in letzter Zeit ist zwar ein Kompensationsmechanismus, aber es ja nun mal so, dass auch mein reales Ich sich freut, wenn es Aufmerksamkeit von Frauen bekommt.
Wichtig ist vor allem, dass ich mir klar mache, dass ich bisher so große Angst davor hatte, Frauen anzusprechen, weil ich der Überzeugung war, dass ich nur in der Rolle / Wahrnehmung als perfekten “Partners” das Gefühl hatte, es Wert zu sein eine Freundin zu haben. Aber gerade, weil ich mich dann für so perfekt gehalten habe, konnte es aus meiner Sicht nicht sein, dass auch nur irgendeine Frau mich ablehnt. Das hätte für mich praktisch bedeutet, dass ich nicht so perfekt sein kann, wie ich gerne wäre. Das ich eben nicht der Traummann aller Frauen bin.Und das hätte mir gezeigt, dass ich nicht der perfekte Partner bin. heute weiß ich unter anderem auch, dass diese äußerliche Perfektion aber auch abschreckend ist und anderen gliechzeitig ihre eigene Unvollkommenheit verdeutlicht und deshalb auf Ablehnung stößt.
Ich muss mir heute klar machen, dass es ganz normal ist, dass man vielleicht nicht der Typ einer Frau ist, dass die Chemie nicht stimmt oder das sie gerade nicht darauf aus ist, einen Freund zu finden. Man muss es als Mann eben 20mal probieren, bis es dann mal klappt.
Wenn ich jetzt eine Beziehung anfangen würde, müsste ich halt klar dazu stehen, dass ich eben wenig Zeit habe. Ich müsste auch offen darüber reden, dass ich dazu neige, mich selbst zu zerstören, indem ich alles für eine Beziehung opfere (vielleicht in weniger drastischen Worten ausgedrückt).
Alle meine inneren Kämpfe spielen sich nur in meinem Inneren ab. Ich selber ordne mein Verhalten oder Situationen dem Versager zu oder dem Superhelden.
Wenn ich etwas Positives erlebe, dann denke ich innerlich, dass es daran lag, weil ich gerade dem perfekten Menschen, der ich sein will, nahe gekommen bin. Dritte sehen das in der Situation aber nicht. Sie sehen nur mich.
Ich muss mir klar machen, dass diese positive Seite auch zu mir gehört und nichts mit dem Pefektionismus zu tun hat, dem ich sie innerlich zuordne. Nach außen hin bin ich niemand anders, als ich vorher war.
Was ich mir auch klar machen muss, ist dass ich in Situationen, in denen ich das Gefühl habe, Außenseiter oder Versager zu sein, mir dies ann gerade erst recht so vorkommt, weil ich mich innerlich unter so starken Druck setze, dass mein wahres Ich megapositiv und beliebt sein muss. Wenn ich dann das Gefühl habe, dass ICH das gerade nicht bin, dann werde ich innerlich traurig und ziehe mich innerlich zurück, was sich dann natürlich in meinem Verhalten nach außen hin zeigt.
Eines der Probleme, dass mich am meisten verfolgt, ist die ewige Traurigkeit darüber, dass ich keine Freundin habe. Oft passiert es, dass mich der Anblick einer hübschen Frau in ein tiefes Loch reisst. Doch warum? Das habe ich mich immer gefragt.
Heute weiß ich es. Ich habe mich darüber identifiziert, ob ich ein guter Partner in einer Beziehung wäre. Und ich habe mir immer mehr vorgestellt, ich kann dieser perfekte Übermensch sein, der praktisch für jede Frau der Traummann schlechthin ist. Doch nicht diese Identifikation über die Partner-Rolle selbst hat die unbändige Sehnsucht in mir ausgelöst. Vielmehr ist es so, dass ich immer dann in diese Melancholie verfalle, wenn ich mit der Realität konfrontiert wurde, mit der Tatsache, dass ich es eben nicht schaffen kann, diesem perfekten Selbstbild, das ich gerne von mir habe, nahe zu kommen.
Wenn ich z.B. einsehen muss, dass ich mein Studium vermutlich nicht mit Traumnoten abschließen werde, dann zeigt mir das, das ich nicht der perfekte Partner bin, den der wäre ja “reich”. Der Narzisst in mir sucht in dieser Situation dann nach einer Kompensation. Wenn ich meine Traumfrau als Freundin hätte, dann würde das mir ja zeigen, dass ich eigentlich gut genug bin und ich müsste mich nicht mehr darüber ärgern, dass ich eben nicht der Superheld bin.
Wenn es um meine Persönlichkeit geht, bestehe ich aus 2 Teilen. Der eine Teil ist der Narzisst bzw. Perfektionist. Wenn ich das Gefühl habe, dass ich anderen Leuten gegenüber perfekt wirke und mir selber vorspiele, dass ich dieser perfekten Rolle nahekomme, dann geht es mir super, ich bin bestens drauf und lebe diesen einen Teil meiner Persönlichkeit aus. Aber dieser narzisstische Teil hat auch immer einen Gegenpart. Nämlich den Versager, der nichts Wert ist, in seinen Augen und aus seiner Sicht auch in den Augen anderer.
Je mehr ich in der Rolle des Perfektionisten aufgehe, umso besser geht es mir zwar, aber genauso sehr wächst auch der ängstliche Teil in mir und die Gefahr, dass ich urplötzlich total in die gegensätzliche Rolle falle, ist groß.
Das Probem besteht darin, dass ich eben sehr schnell dazu neige, diesen Perfektionismus anzustreben, denn wenn ich meine ihn fast erreicht zu haben, dann wirkt das auf mich wie eine Droge. Es ist ein tolles Gefühl, dass man dann hat. Doch die Wirkung kann eben ziemlich plötzlich nachlassen und man fällt in ein tiefes Loch.
Seit meiner Pubertät, die Zeit, in der ja besonders die eigene Persönlichkeit geprägt wird, trage ich eigentlich nur diese zwei Identitäten mit mir rum, die ich in meinen Augen ausfühle. Es geht ja im Prinzip um Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl, um den Charakter. Das alles hängt ja miteinander zusammen.
Ich sehe mich entweder in der Rolle des Perfekten Partners, des Narzissten oder entgegengesetzt in der Rolle des Versagers, des ängstlichen kleinen Jungen, der nichts Wert ist. Aber abgesehen von diesen zwei Extremen, kann ich meine Persönlichkeit, meinen Charakter nicht definieren. Ich stehe heute vorm Spiegel und sehe entweder den perfekten Typen oder den hässlichen, nutzlosen Versager, der nicht geliebt wird. Ich sehe aber nicht mich.
Ich weiß auch nicht, wer ich sein will, was ich fühle.
Ein Fehler, den man schnell macht, wenn man Vorsätze macht, besteht darin zu sagen, ab jetzt werde ich “nie mehr” oder “nur noch” dies oder das tun.
Denn diese Vorsätze sind von vornherein zum Scheitern verurteilt. Denn sie sind weder erreichbar und auch nicht überprüfbar. Verstßt man ein einziges Mal gegen einen solchen Vorsatz, so ist alleine schon wegen der Absolutheit des Vorsatzes, dieser komplett verloren. Die Enttäuschung ist alsp schnell da, man hat schnell versagt und man wird es ja nie schaffen. Solche Vorsätze produzieren also auch nur negative Gefühle.
Am cleversten ist es, es so zu machen, wie die Anonymen Alkoholiker. Würden diese sich vornehmen nie wieder zu trinken, wäre dieser Vorsatz sinnlos, da er praktisch nicht erfüllt werden könnte. Da Versagen wäre vorprogrammiert. Deshalb sagen sie sich immer: “Heute trinke ich nicht!” Und am nächsten Tag schauen sie dann wieder und sagen sich wieder: “Heute trinke ich nicht.”
Natürlich kann auch dieser Vorsatz scheitern. Aber er ist realistisch und erreichbar und überprüfbar. Deshalb ist die Motivation und die anschließende Freude, wenn man ihn erreicht hat, größer. Und sollte man es nicht schaffen, sich an den Vorsatz zu halten, dann ist die Enttäuschung auch nicht so groß. Denn morgen hat man ja wieder aufs Neue die Chance, den Vorsatz erneut zu fassen.
dies oder das gemacht hätte. Wie oft denkt man sowas nicht. Wenn man genauer darüber nachdenkt, ist es aber eigentlich nur eine Entschuldigung. Gerade als Narzisst ist man dazu geneigt, sich selbst so über die eigenen Schwächen hinwegzutäuschen.
Wieso also solche Sätze denken? Objektiv betrachtet bringen einen diese Aussagen nicht weiter. Was hat man von ihnen? Sie erzeugen in einem nur negative Gefühle; weiterhelfen tun sie einem auch nicht. Wenn man in der Vergangenheit nicht anders handeln konnte, dann hatte das Gründe, dann konnte man es zum damaligen Zeitpunkt einfach nicht. Nicht umsonst gibt es das irgendwie dämliche Sprichwort:
“Wenn das Wörtchen wenn nicht wär’, wär’ ich längst schon Millionär.”
Ich habe über dieses Sprichwort nie nachgedacht, aber in ihm steckt viel Weißheit, denn es zeigt doch nur, wie absurd es ist, sich Gedanken darüber zu machen, was doch alles hätte passieren können. Der Blick in die Zukunft zählt und noch wichtiger ist die Gegenwart.
Entweder ich laufe durch die Welt, hüpfend, springend und gehe offen auf Menschen zu, mache Scherze hier und da und fühle mich gut. Oder ich bin bin ruhig, in mich gekehrt, traurig, verhalte mich anderen gegenüber schüchtern und rede wenig.
Immer dann, wenn ich das Gefühl habe, dem perfekten Idealbild, das ich von mir habe, nahe zu kommen oder denke, dass ich es erreichen kann bzw. erreicht habe, geht es mir super, ja bin ich nahezu euphorisch. Aber immer, wenn ich das Gefühl habe, von diesem Idealbild entfernt zu sein und es nicht erreichen zu können, bin ich schlecht drauf.
Ich muss lernen zu sehen, dass es kein Versagen bedeutet, diese idealistischen Ziele, die ich habe, nicht zu erreichen, denn sie dind irreal und eben gerade nicht erreichbar. Zumindest für einen normalen Menschen. Ich muss lernen zu sehen, dass es ok ist, so wie ich bin. Dass ich eben kein Übermensch bin und nur das erreichen kann, was ich eben erreichen kann.
Entscheidend ist doch, dass man das gibt, was man geben kann. Dann kann man auch mit sich zufrieden sein, unabhängig davon, wie weit einen das gebracht hat.
Und gleichzeitig ist es auch immer wichtig, sich das Bildnis vom Fußballspieler vor Augen zu halten. Selbst die besten Fußballspieler haben Phasen, in denen ihnen nichts gelingt, in denen sie einfach keine Tore schießen. In anderen Zeiten wiederum, scheint es, als gelänge ihnen einfach alles und sie schießen Tor um Tor. Genauso gibt es Tage, an denen man sich nicht so gut zur Arbeit motivieren kann, an denen man unkonzentriert und müde ist.
Das Streben danach, in etwas möglichst gut zu sein, ist normal. Nur muss man sich klar machen, dass es kein Versagen bedeutet, wenn man seine gesteckten Ziele nicht erreicht. Erst recht dann, wenn man sie für sich unerreichbar hoch steckt. Denn tut man das, gibt man schnell auf, weil man eben frustriert ist und für sich nicht mehr die Möglichkeit sieht, die eigenen Ziele zu erreichen. Setzt man sich im Gegensatz dazu kein Ziel oder ein realistisch erreichbares, passiert es eher, dass man über dieses Ziel vielleicht noch hinauskommt.
Ich muss mir klar machen, dass ich mich momentan nur auf ein Ziele konzentrieren sollte.
Das Ideal-Bild zu erreichen, das ich von mir habe, gibt mir Sicherheit. Alles andere macht mir Angst. Deshalb muss ich lernen, dass ich diese Sicherheit auch anders erreichen kann.
Ich habe vor vielen Situationen Angst, weil ich die Ansprüche, die ich an mich stelle, in andere projeziere. Ich denke, dass andere von mir das erwarten, was ich selbst von mir erwarte. Da das aber immer eine nicht erfüllbare Idealvorstellung ist, habe ich die große Angst, deshalb von anderen abgelehnt oder herabgewertet zu werden.
Um mit meinen Problemen klarzukommen ist eines wichtig. Ich muss mir meiner Rollen bewusst werden, die mein Verhalten bestimmen, mich zum Handeln motivieren. Denn nur, wenn ich mir immer dieser Rollen bewusst bin, kann ich im Kopf auch dagegen steuern und mich so langsam von diesen Rollen lösen und einfach nur ich sein.
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Der Verantwortungsvolle
Schon seit kleinster Kindheit hat mich meine Mutter zu verantwortungsvollem Umgang in besonderem Masse erzogen.
Klar ist normal für den ältesten von drei Geschwistern und dazu einzigen Jungen, dass er immer gesagt bekommt, er solle auf seine Schwestern aufpassen, ihnen immer hier und immer da helfen. Aber auf welche Art auch immer - meine Mutter hat uns zu äußerst verantwortungsvollen Menschen erzogen. So ist unsere Familie schon immer ein äußerst seltenes Beispiel dafür gewesen, wie friedvoll Geschwister miteinander sein können. Normal war eigentlich etwas anderes.
Dieser Hang dazu Verantwortung für andere zu übernehmen und ihnen helfen zu wollen wurde aber erst dadurch tief in mir verwurzelt, dass ich meine Mutter habe leiden sehen und gleichzeitig auch meine Schwestern. Ich wollte allen dreien helfen und habe mich um sie gekümmert. Ich wusste, ich musste stark sein und mich darum kümmern, dass sie es schaffen mit der Situation umzugehen.
Auch heute merke ich immer noch, wie schnell ich dazu tendiere anderen mit ihren Problemen zu helfen. Ich übernehme sozusagen die Verantwortung dafür, dass es ihnen bald beser geht. Um das zu erreichen beschäftige ich mich dann intensiv mit ihren Problemen. So habe ich es zum Beispiel auch bei allen meinen beiden Exfreundinnen gemacht.
Der kleine verantwortungsvolle Junge, wollte seiner Mutter helfen. Dafür hat er alles getan und beschlossen alles zu tun.
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Der ängstliche kleine Junge
Am meisten belastet mich der ängstliche kleine Junge in mir. In seiner frühen Jugend hatte er Probleme seine Identität zu finden. Er war verwirrt, er wollte aber auch nicht zu den Außenseitern gehören oder ein Freak sein. Er hatte das Gefühl, dass er das war. Dann wurde er wegen seiner etwas später einsetzenden körperlichen Entwicklung gehänselt, was ihn stark verletzt hat.
Am prägendsten war für ihn allerdings das Gefühl der Machtlosigkeit, Hilflosigkeit und Ungerechtigkeit. Er musste dabei zusehen, wie seine Mutter und seine Geschwister unter der Einsichtslosigkeit und Gefühlskälte seines Vaters leideten. Er war zutiefst betroffen von dem innerlichen Wunsch seiner Familie helfen zu können.
Er beschloss das Gegenteil von seinem Vater zu werden, damit er den Menschen in seiner Umgebung niemals das gleiche Leid zufügen würde. Gestärkt wurde er darin von seiner Mutter, die ihn immer dazu erzogen hat, genau das nicht zu tun, was sein Vater alles falsch machte. Der kleine Junge sollte eines Tages der perfekte Mann werden. So fasste der Junge das auf und auch die Mutter ermunterte ihn immer weiter dazu.
Der kleine Junge beschloss, dass es irgendwann Gerechtigkeit geben müsse. Er wollte, dass es in seinem Leben nie wieder zu solchen Ungerechtigkeiten kommt und deshalb wollte er der perfekte Mann werden. Ein Mann mit Super-Job, Traumkörper und der alles für seine Frau tut.
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Der Narzisst
Auf der Suche nach meiner Identität und dem Drang anders zu werden als sein Vater, kam der Junge in mir zu der Überzeugung, dass er alles für seine Frau tun würde, wenn er sie so leiden sieht. Er war der Überzeugung er könnte alles besser machen als sein Vater.
Gleichzeitig wollte er es allen Leuten zeigen, die ihm gegenüber ungerecht waren und die ihn herabgewertet hatten. Und so wuchs in ihm die Überzeugung, dass alles zu schaffen. Dieser perfekte Mann zu werden und das auch nach außen allen zu zeigen.
Es war auch ein Schutzmechanismus, dass sich der kleine Junge darüber definiert hat, besser zu sein als sein Vater. Er hatte zu dieser Zeit nichts anderes, worüber er sich definieren sollte.
Auch heute noch versucht der Junge in mir dieser perfekte Mann zu sein und er denkt auch heute noch, dass er dies sein kann. Dies hat aber zur Folge, dass er eine Riesenangst davor hat, zu Versagen. Also nicht perfekt zu sein.