The Morning After Dark

Ich muss ich selbst sein. Ich versuche immer perfekt zu sein. Wenn ich dieses Stadium wie gestern aber erreicht habe, zumindest im Kopf, bin ich tortzdem nicht glücklicher. Eher im Gegenteil, ich falle in ein Loch. Und wieso? Weil ich an diesen Zustand so hohe Erwartungen habe. So hoch, dass sie praktisch nicht erfüllbar sind. Ich knüpfe an diesen Zustand die Erwartung des vollkommen Glücks, aber das ist eben der Fehlglaube. Ich renne einem Zustand hinterher, den ich erreichen will, in der Hoffnung, dass er mich endgültig endlich glücklich macht, dabei kann er es gar nicht. Denn auch wenn ich diesen vermeintlich perfekten Zustand annährend erreiche, ändert sich nichts. Ich bin immer noch nciht mit all meinen Problemen und auch Vorzügen. Deswegen werde ich nicht mehr geliebt. Ich denke das ist es. Meine Hoffnung ist dann von allen geliebt zu werden. Aber die Idee ist eben unrealistisch. Ich werde nicht mehr geliebt. Vielleicht sogar eher weniger.

Entscheidend ist, dass ich mein Bestes gebe. Das ist das wichtigste. Ich muss mich selbst so lieben, wie ich bin. Ich kann mich doch nicht endlos verbiegen, nur um möglichst vielen zu gefallen. So gefällt man am Ende fast niemanden, weil man nicht man selbst ist und nichts mehr von sich preisgibt. Wenn man vorgibt perfekt zu sein, hat man das Gefühl zu lügen. Das erzeugt großen Stress.

Ich kann niemals perfekt sein. Neimand kann perfekt sein. Ich kann immer nur mein Bestes geben. Und das was ich tue ist mein Bestes. Mehr geht nicht. Das ist doch ein beruhigendes Gefühl. Ich werde meinen Weg gehen. Das kann nicht der Weg des Perfektionisten sein. Das kann nur mein Weg sein. Ich habe im Examen mein Bestes gegeben. Ich gebe jetzt immer mein Bestes. Andere Menschen und deren Gefühle sind mir nie egal.

Ich muss lernen mich selbst zu akzeptieren. Ich bin so wie ich bin und ich kann vieles an mir nun nicht von heute auf morgen ändern.

Glück kommt nicht eines Tages, sondern aus meinem Inneren heraus, in jedem Augenblick, wo immer ich bin. Mein Leben ist nicht nutzlos, nur weil ich nicht megaerfolgreich im Beruf bin und eine Model-Frau an meiner Seite habe. (Was man im übrigen auch gar nicht wollen sollte.) Glück hängt erst recht nicht von einem anderen Menschen ab. Und auch nicht von unrealistischen Erwartungen.

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