Archiv nach Monaten: Mai 2009

Ich muss nicht perfekt sein. Ich muss in der mündlichen Prüfung nicht die 12-Punkte-Kandidaten-Fragen beantworten, sondern nur die 4-Punkte-Kandidaten-Fragen.

Was die Leute in der mündlichen Prüfung denken, kann mir egal sein. Bestenfalls sehe ich sie nie wieder.

Ich kann davor nicht fliehen und muss mich dem stellen. Dann sollte ich versuchen noch das Beste daraus zu machen.

Es bringt NICHTS die ganze Zeit darüber nachzudenken und sich darüber Gedanken zu machen, wie das wird.

Negative Gedanken bringen mir NICHTS, gar NICHTS.

Das einzige was etwas nützt ist jetzt konzentriert zu lernen.

Ich habe immer noch eine zweite Chance.

Es ist jetzt wie es ist. Ich kann jetzt auch nichts mehr daran ändern. Ich gebe mein Bestes und mehr geht nicht.

Das ich das mit dem Kühlschrank aufschiebe ist doch gut. Ich konzentriere mich auf das, worauf es ankommt, das Lernen.

Wenn ich das Staatsexamen bestehe, schaffe ich auch alles andere.

Ich muss einen Weg finden, nicht schon jetzt in Stress zu verfallen wegen der mündlichen Prüfung. Wenn ich das durch Selbstbetrug schaffe ist das doch ok. Hauptsache ist, dass ich es schaffe und das ich so motiviert bleibe.

Ich versuche immer noch bei allem perfekt zu sein. Dabei sollte ich mir klar machen, dass ich das gar nicht sein kann, und das ich das auch gar nicht wollen sollte. Das gilt generell und in der mündlichen Prüfung.

Die Vorstellung perfekt zu sein bzw. perfekt sein zu können, spielt sich nur in meinem Kopf ab. In der Realität bin ich es gar nicht und finde trotzdem Anerkennung und werde geliebt.

Ich bin nicht perfekt, und werde trotzdem nicht geringgeschätzt und finde Anerkennung und werde geliebt.

Ich muss mich immer fragen, ob ich von der Person, von der ich etwas will (sei es ein Kühlschrank oder eine gute Note), geliebt werden möchte. Und was es mir bringt von dieser Person, die mich nicht definiert, geliebt zu werden.

Mein Grundproblem ist das Problem des kleinen Ichs in mir. Der denkt, wenn er perfekt wäre, dann kann ihm nichts passieren, weil er dann von allen geliebt wird. Und so denke ich heute auch immer, dass ich nur geliebt werde, wenn ich alles perfekt mache bzw. perfekt bin.

Dabei sollte ich mich fragen, was mir passiert oder was schlimm daran ist, wenn ich nicht von all den Leuten, mit denen ich zu tun habe, geliebt werde. Von jemandem, dem ich ein Kühlschrank abkaufen will, muss ich nicht geliebt werden und ich will mich auch nicht über dessen Einschätzung bzgl. mir, definierern lassen, denn diese Leute kennen mich nicht. Außerdem sollte ich ihnen nicht die Definitionsmacht über mich geben. Und außerdem habe ich auch nichts davon von ihnen geliebt zu werden, denn ich werde mit ihnen vielleicht nie wieder etwas zu tun haben.

Ob ich von jemandem geliebt werde, hat nichts mit Perfektion zu tun, sondern mit ganz anderen Faktoren, auf die ich gar keinen Einfluss habe.

Ich muss mir bezüglich der mündlichen Prüfung klar machen, dass ich nicht durchfallen werde. Dies war bei bisherigen mündlichen Prüfungen auch nicht anders. Ich muss das etwas üben und in der münlichen Prüfung werde ich schon irgendetwas sagen können.

Ich bin unmotiviert, weil ich denke, dass ich bei der mündlichen Prüfung versagen werde. Ich muss mir bezüglich der mündlichen Prüfung aber einfach nur realistischere Vorstellungen machen. Es ist kein Auswendiggelerntes vortragen. Vielmehr geht es um Gesamtverständnis. Und selbst, wenn ich durchfallen sollte, so habe ich immer noch eine zweite Chance im Januar 2010. Außerdem gibt es vorher noch eine Probemündliche Prüfung und ich kann einen guten Freund fragen, ob ich mit ihm üben kann.

Ich muss darüber nachdenken, wie es für mich war, wie meine Mutter reagiert hat, wenn ich nicht brav und vernünftig war und scheiße gebaut habe. Sie hat mich trotzdem geliebt und wird mich auch immer lieben, auch wenn ich nicht perfekt sein werde. Und genauso wird es mit Freunden und anderen sein. Keiner wird mich lieben nur weil ich in meinem Beruf gut bin. Und danach definiert sich auch nciht mein Glück.