Meine Position in der Familie war eine selbsterhöhte Position, da ich mich über meinen vater, über alle gestellt habe, um sie von oben herab zu bewerten und ihnen aus meiner Sicht zu helfen. Dadurch habe ich mir einen gewissen Wert vermittelt und mich davor bewahrt in die Gegenteiligkeit, die Wertlosigkeit zu rutschen.

Das selbe Muster ist ja einem ältesten Geschwister von kleinauf in die Wiege gelegt. Mein Wert definiert sich auch daraus meinen kleinen Geschwistern zu helfen.

Heute muss ich mich fragen, was eigentlich der persönliche Nutzen ist, den ich aus dieser Postion, die ich damals in der Familie eingenommen habe, ziehe. Aus der Position, sich über einen anderen zu stellen, um ihm aus dieser Position heraus zu helfen.

Denn das ist ja das, was ich am liebsten mache. Das Gefühl einem anderen wirklich geholfen zu haben, indem ich ihm aufzeige, was für Probleme er hat. Wobei ich dabei eben eine erhabe, höhere Position im Vergleich zu dem Geholfenen habe.

Deshalb fällt es mir auch so schwer mich von der Verantwortung, die ich für meine Mutter übernommen habe, zu befreien. Denn daraus habe ich meinen Wert bezogen und mich gleichzeitig über beide gestellt.

Ich muss mich immer daran erinnern, dass ich diese Aufgabe jetzt nicht mehr habe und auch keinen Nutzen mehr daraus ziehesondern im Gegenteil großes Leid für mich.

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