Ein Fehler, den man schnell macht, wenn man Vorsätze macht, besteht darin zu sagen, ab jetzt werde ich „nie mehr“ oder „nur noch“ dies oder das tun.
Denn diese Vorsätze sind von vornherein zum Scheitern verurteilt. Denn sie sind weder erreichbar und auch nicht überprüfbar. Verstßt man ein einziges Mal gegen einen solchen Vorsatz, so ist alleine schon wegen der Absolutheit des Vorsatzes, dieser komplett verloren. Die Enttäuschung ist alsp schnell da, man hat schnell versagt und man wird es ja nie schaffen. Solche Vorsätze produzieren also auch nur negative Gefühle.
Am cleversten ist es, es so zu machen, wie die Anonymen Alkoholiker. Würden diese sich vornehmen nie wieder zu trinken, wäre dieser Vorsatz sinnlos, da er praktisch nicht erfüllt werden könnte. Da Versagen wäre vorprogrammiert. Deshalb sagen sie sich immer: „Heute trinke ich nicht!“ Und am nächsten Tag schauen sie dann wieder und sagen sich wieder: „Heute trinke ich nicht.“
Natürlich kann auch dieser Vorsatz scheitern. Aber er ist realistisch und erreichbar und überprüfbar. Deshalb ist die Motivation und die anschließende Freude, wenn man ihn erreicht hat, größer. Und sollte man es nicht schaffen, sich an den Vorsatz zu halten, dann ist die Enttäuschung auch nicht so groß. Denn morgen hat man ja wieder aufs Neue die Chance, den Vorsatz erneut zu fassen.