Here We Go Again

Und wieder habe ich ein Date. Ich habe eines nach dem anderen. Aber irgendetwas scheine ich falsch zu machen. Mehr wird nie daraus. Aber vielleicht liegt das eher an mir.

Ich bin aufgeregt, weil ich Angst habe, dass ich etwas falsch mache oder eine falsche Entscheidung treffe. Was wäre das zum Beispiel? Ja, also eine langweilige Location aussuche. Nicht ihre Hand nehem, ob wohl sie das erwartet, oder nervös rumhaspel und kein Selbstvertrauen ausstrahle. – Ok, nehmen wir an sie hasplen rum und strahlen kein Selbstbewusstsein aus. Was dann? – Das könnte sie süß finden. Sie könnte das aber auch abtörnend finden. Ist sie denn so eine Highlife-Style-Tussi, die den großen Typen neben sich braucht? – Nein! – SIe wissen es also nicht.  – Ja, das stimmt. meine erste Freundin fand das auch total süß und sie war selber genuaso nervös. Ich habe alles falsch gemacht an dem Abend, aber wir sind dann trotzdem zusammen gekommen. – Also sie sehen, wenn die Frau auf sie steht, dann können sie viel falsch machen, ohne das das negative auswirkungen hätte.

Und die Location ist bei so etwas doch auch gar nicht so wichtig. Es geht doch nachher auch nur darum den anderen besser kennenzulernen. Da vergisst man seine Umgebung schnell. Alles andere würde doch auch nur zu sehr ablenken. Viel falsch kann man da auch nicht machen. Das mit der Hand nehmen ist doch wieder das selbe.

Ich muss nicht perfekt sein. Ich muss nur ich sein. Und nicht zuviel über negative eigenschaften sprechen. Ich sehe gut aus. Ziehe viel Aufmerksamkeit auf mich. Das sagen mir immer wieder Frauen, die neben mir laufen. Meine Schwestern. Ich bin immer bemüht ein guter Mensch zu sein und alles richtig zu machen. Es gibt viele andere, denen das egal ist und die anderen gegenüber viel rücksichtsloser sind.

The Morning After Dark

Ich muss ich selbst sein. Ich versuche immer perfekt zu sein. Wenn ich dieses Stadium wie gestern aber erreicht habe, zumindest im Kopf, bin ich tortzdem nicht glücklicher. Eher im Gegenteil, ich falle in ein Loch. Und wieso? Weil ich an diesen Zustand so hohe Erwartungen habe. So hoch, dass sie praktisch nicht erfüllbar sind. Ich knüpfe an diesen Zustand die Erwartung des vollkommen Glücks, aber das ist eben der Fehlglaube. Ich renne einem Zustand hinterher, den ich erreichen will, in der Hoffnung, dass er mich endgültig endlich glücklich macht, dabei kann er es gar nicht. Denn auch wenn ich diesen vermeintlich perfekten Zustand annährend erreiche, ändert sich nichts. Ich bin immer noch nciht mit all meinen Problemen und auch Vorzügen. Deswegen werde ich nicht mehr geliebt. Ich denke das ist es. Meine Hoffnung ist dann von allen geliebt zu werden. Aber die Idee ist eben unrealistisch. Ich werde nicht mehr geliebt. Vielleicht sogar eher weniger.

Entscheidend ist, dass ich mein Bestes gebe. Das ist das wichtigste. Ich muss mich selbst so lieben, wie ich bin. Ich kann mich doch nicht endlos verbiegen, nur um möglichst vielen zu gefallen. So gefällt man am Ende fast niemanden, weil man nicht man selbst ist und nichts mehr von sich preisgibt. Wenn man vorgibt perfekt zu sein, hat man das Gefühl zu lügen. Das erzeugt großen Stress.

Ich kann niemals perfekt sein. Neimand kann perfekt sein. Ich kann immer nur mein Bestes geben. Und das was ich tue ist mein Bestes. Mehr geht nicht. Das ist doch ein beruhigendes Gefühl. Ich werde meinen Weg gehen. Das kann nicht der Weg des Perfektionisten sein. Das kann nur mein Weg sein. Ich habe im Examen mein Bestes gegeben. Ich gebe jetzt immer mein Bestes. Andere Menschen und deren Gefühle sind mir nie egal.

Ich muss lernen mich selbst zu akzeptieren. Ich bin so wie ich bin und ich kann vieles an mir nun nicht von heute auf morgen ändern.

Glück kommt nicht eines Tages, sondern aus meinem Inneren heraus, in jedem Augenblick, wo immer ich bin. Mein Leben ist nicht nutzlos, nur weil ich nicht megaerfolgreich im Beruf bin und eine Model-Frau an meiner Seite habe. (Was man im übrigen auch gar nicht wollen sollte.) Glück hängt erst recht nicht von einem anderen Menschen ab. Und auch nicht von unrealistischen Erwartungen.

Gestern Abend

Sie sagte zu mir: Du bist echt ein Hübscher. Du siehst aus wie Ken.

Sie, die 34jährige, hat mich angesprochen.

Das mit Ken habe ich auch nicht zum ersten Mal gehört. Es passt auch zu den Aussagen, ich sehe wie eine aiatische Puppe aus. Ich habe wohl etwas sehr perfektes an mir. Mit einem smarten Lächeln geht dann viel. V hat gesagt ich hätte sher feine Gesichtzüge. Ich sehe also sehr gut aus. Die andere sagte am Abend vorher zu mir, ich sehe aus wie Heath Ledger in Ritter aus Leidenschaft. Auch ein schönes Kompliment.

Ich darf wegen gestern abend jetzt auch nicht enttäuscht sein. So wie die letzten 2 Abende muss es ja nicht immer werden. Natürlich hätte ich irgendeine nehmen können, aber wir geben uns ja schließlich auch nicht für jede her!

Ich möchte auch nochmal festhalten, dass L zu mir sagte: Sie könne sich vorstellen, dass viele Frauen auf mich stehen würden, besonders jüngere.

Wenn ich mir die Haare glätte, höre ich von den Frauen, dass ich aussehen würde, wie ein Model. Nicht schlecht.

Tja

Jetzt habe ich in 2 Tagen mit 2 Frauen rumgeknutscht und von 2 Frauen die Handynummer bekommen. Und ich fühle mich schlecht dabei. Es kommt mir falsch vor. Oder sagen wir so: Es ist so oberflächlich und eigentlich nicht das, was ich will. Nein, sagen wir so: Ich habe das Gefühl, dass nie das bekommen werde, was ich gerne möchte. Diese bedinglungslose perfekte Liebe.

Aber ist das so richtig gedacht: Nein. Was habe ich flasch gemadcht. Ich habe das gemacht, was normal ist in meinem Alter als Single zu dieser Jahreszeit. Es ist das, was ich schon früher hätte machen müssen. Ich habe Spaß. Das ist doch gut so und auch nur als das sollte ich es erstmal sehen. Es ist falsch, dass ich mich dabei auf meine Rolle konzentriere. Das sollte einmalig sein und Spaß machen. Natürlich könnte später noch etwas drauß werden. Und selbst wenn nicht. Nach K. kann ich in die Altstadt gehen und die Damen ohne das ganze Zeug kennenlernen und zwar ernsthaft. Und ich muss doch jeden Abend hier feststellen, dass ich großes Potential habe. Ich könnte jeden Abend eine abschleppen. Und was jetzt aus den beiden Damen wird weiß ich doch nicht. Erstmal abwarten, bis K. vorbei ist und dann werden wir sehen. Und wenn sie nicht wollen, ist das vielleciht auch besser so. Man weiß es nicht. Irgendwann wird die eine dabei sein. Es ist eben nicht immer die erste, die man trifft. Ich müsste auch nur mal auf Studipartys gehen. Ohne Scheiß. Die eine hat mich gestern als Heath Ledger in Ritter der Leidenschaft bezeichnet. Und auch sonst höre ich von überall nur Lob. Ich sollte vor Selbstbewusstsein strotzen. Ich muss mcih da nur überwinden und meinen Charme spielen lassen, wie ich es bei den älteren Damen auch immer tue. Ich kanne s. Ich habe es drauf. Ich habe mit der J. geflirtet man, Geil!

Und ohne Spaß! Ich bin echt ein toller Mensch und sehe wirklich gut aus. Wenn die Frauen mich wollen, dann bekommen sie mich. Aber wer nicht will, der ist selbst Schuld. Es gibt genug Frauen, die auf mich stehen. Da muss ich mich nicht mit einer aufhalten!!

Und dann gebe ich jetzt halt einmal scheiße ab. Egal, ich muss das Leben gemießen und mich auch mal gehen lassen. Die Zeiten werden schnell genug vorbei sein.

Sie

Ja, ich habe mich in Sie verliebt. Aber auch wenn ich jetzt glaube, dass sie die Frau meines Lebens ist und es keine andere für mich gibt, muss ich mir doch klar machen, dass dieses Gefühl zum Verliebtsein dazu gehört.

Ich habe es schon öfters gehabt und gedacht und es kann in meinem Leben noch sehr viele Frauen geben, für die ich dasselbe empfinde. Das muss ich mir klar machen. Die Auswahl und die Chancen sind so groß. Gerade in dieser Stadt und gerade Mitte Februar.

Das Gefühl ist wirklich normal für meine Situation, aber sie ist ganz sicher nicht die Frau meines Lebens. Das kann auch falsch sein. Das kann man doch nach so kurzer Zeit überhaupt nicht wissen. Ganz ehrlich. Vielleicht ist sie megaverklemmt im Bett und hat auch sonst komische Wertvorstellungen. Ich weiß es ja nicht.

Also: 2 Tage vertieftes Lernen und nach der Klausur schauen wir dann einfach mal.

Wenn sie sich auch für mich interessiert, wovon ich stark ausgehe, dann wird schon was drauß werden. Wenn sie sich nicht für mich interessiert, dann wird sie es auch in 4 tagen nicht. Dann ist die Sache sowieso verloren.

Zwischenstatus

Wie geht es ihnen?

Naja. Was soll ich sagen. Eigentlich ja ganz gut. Ich habe eine schöne Wohnung, die toll liegt. Die Richter am Landgericht sind alle sehr nett und auch in meiner AG sind sehr nette Leute. Es könnte also alles viel schlimmer sein.

Aber ich bin gestresst und ich denke es ist, weil alles nicht perfekt ist.

Ich möchte, dass alles perfekt ist, das alles perfekt eingerichtet ist, perfekt funktioniert, ich in meinem Lernrythmus drin bin, im Trainingsrythmus.

Nur. Das kann ich alles nicht erreichen, weil es momentan eben nicht möglich ist.

Naja, sie befinden sich in einer Außnahmesituation. Da ist es doch normal, dass man viel erledigen muss, dass irgendetwas ansteht. Da können sie natürlich nicht erwarten, dass alles schwupps..perfekt ist.

Was würde ihnen das überhaupt bringen, wenn alles perfekt wäre? Was wäre dann anders?

Tja, was wäre dann anders. Dann würde ich mich wohl fühlen, hätte meine klaren Strukturen.

Die werden sie ja aber sicher noch finden. Das dauert eben seine Zeit. Das müssen sie sich klar machen. Natprlich hatten sie die in Heidelberg am Ende, aber da haben sie auch 4 jahre gewohnt.

Natürlich ist der Wechsel daher jetzt extrem, aber begreifen sie das ale Chance. Sie können so viel neues entdecken, so viel neues kennenlernen. So viele neue Menschen kennenlernen. Viele Menschen leben ihr Leben lang am immer gleichen Ort. Die haben gar nicht diese Möglichkeiten.

Und es ist für sie die Möglichkeit sich selbst zu finden, den wahren ####, nicht den perfekten ######, den es gar nicht geben kann.

Tja, das stimmt wohl. Ich muss aber vielleicht auch einfach meine Prioritäten andes setzen. Ich habe so das Bestreben, dass alles perfekt ist. Dabei müsste ich mich einfach nur mal mehr auf das Lernen konzentrieren. Ich mache den ganzen Tag über soviel anderen Scheiß, der halt warten muss. Und diese Zeiten, in denen ich mich um soviel kümmern muss, werden auch vorbeigehen.

Ich dramatisiere das in meinem Kopf. Alles ist ganz schlimm. Dabei ist in Wirklichkeit noch sehr viel Zeit für vieles.

Ich werde Weihnachten 2 Wochen Zeit haben, um zu lernen. In der Zeit habe ich bis jetzt ja auch nicht soviel anderes vor. Und zum Trainieren werde ich mich wohl im #### anmelden müssen.

Aber warum will ich auch perfekt sein. Es reicht doch zu trainieren und zu lernen. Was will ich mehr. Wenn man 4mal die Woche AG hat, hat man für andere Sachen eben nicht mehr viel Zeit. Nachmittags habe ich außerdem noch nie gelernt, Ich sollte mich also erstmal davon frei machen, zu meinen an diesen Tagen lernen zu können. Dafür sollte ich mir die freien Tage aufheben.

Aber was hätte ich von diesem perfekten Rythmus? Irgendwas ist immer. Ich kann ihn gar nicht aufrechterhalten. Ich denke ich bin eher deswegen schlecht drauf, weil ich kaum lerne. Ich sollte mir dafür feste Zeiten vornehmen.

Und eine Freundin werde ich auch bald finden. Ich hätte in ### ja auch schon 2 haben können. Wenn nicht sogar mehr. Ich bin nur Scheiße-dumm und wählerisch. Soviele, wie ich hier treffe, sollte das kein Problem sein.

Wohnungssuche

Es nützt nichts, sich Sorgen zu machen, ob ich eine Wohnung finde, oder nicht. Das hilft einem nicht weiter. Eher im Gegenteil. Man hat also nichts davon.

Bezüglich Anrufen:

Es ist doch so, dass die Leute die Anzeigen aufgeben, weil sie wollen, dass man sie anruft. Wenn sie das nicht wollen, dann sollen sie eine Chiffre-Anzeige aufgeben oder keine Telefonnummer angeben oder die Anzeige rausnehmen, wenn die Wohnung vergeben ist.

Meine Angst ist die Leute zu belästigen, aber wenn sie nicht angeben, wann sie angerufen werden möchten, kann ich es ja nur jederzeit versuchen.

Die große Prüfung

Ich muss nicht perfekt sein. Ich muss in der mündlichen Prüfung nicht die 12-Punkte-Kandidaten-Fragen beantworten, sondern nur die 4-Punkte-Kandidaten-Fragen.

Was die Leute in der mündlichen Prüfung denken, kann mir egal sein. Bestenfalls sehe ich sie nie wieder.

Ich kann davor nicht fliehen und muss mich dem stellen. Dann sollte ich versuchen noch das Beste daraus zu machen.

Es bringt NICHTS die ganze Zeit darüber nachzudenken und sich darüber Gedanken zu machen, wie das wird.

Negative Gedanken bringen mir NICHTS, gar NICHTS.

Das einzige was etwas nützt ist jetzt konzentriert zu lernen.

Ich habe immer noch eine zweite Chance.

Es ist jetzt wie es ist. Ich kann jetzt auch nichts mehr daran ändern. Ich gebe mein Bestes und mehr geht nicht.

Verdammte Perfektion

Das ich das mit dem Kühlschrank aufschiebe ist doch gut. Ich konzentriere mich auf das, worauf es ankommt, das Lernen.

Wenn ich das Staatsexamen bestehe, schaffe ich auch alles andere.

Ich muss einen Weg finden, nicht schon jetzt in Stress zu verfallen wegen der mündlichen Prüfung. Wenn ich das durch Selbstbetrug schaffe ist das doch ok. Hauptsache ist, dass ich es schaffe und das ich so motiviert bleibe.

Ich versuche immer noch bei allem perfekt zu sein. Dabei sollte ich mir klar machen, dass ich das gar nicht sein kann, und das ich das auch gar nicht wollen sollte. Das gilt generell und in der mündlichen Prüfung.

Die Vorstellung perfekt zu sein bzw. perfekt sein zu können, spielt sich nur in meinem Kopf ab. In der Realität bin ich es gar nicht und finde trotzdem Anerkennung und werde geliebt.

Ich bin nicht perfekt, und werde trotzdem nicht geringgeschätzt und finde Anerkennung und werde geliebt.